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Weil ich gefragt wurde …

… warum ich das Forum hier auf Wing-Chun-Online dicht gemacht habe. Ich will es kurz und knapp machen. Die Homepages hier werden von Kampfwerk e.V. bezahlt. Ich denke nicht, dass es im Interesse von den Mitgliedern ist, Geld für diese Art der “Kommunikation” die aus übler Nachrede, Beleidigungen und anonymen Unterstellungen besteht, Geld zu bezahlen. Wenn es auch nur 10 Cent seien. Auch ich persönliche habe aufgegeben zu hoffen, dass im Internet irgendwas wirklich informatives zum Thema Kampfsport käme (außer von ein paar ganz wenigen Seiten). Deshalb habe ich von meiner liberalen Forenpolitik Abstand genommen. Ich bin der Ansicht, dass das Projekt “Meinungsfreiheit” in Internetforen gänzlich gescheitert ist. Wer nicht gewillt ist, Stellungsname und Verantwortung für das was er von sich gibt, zu beziehen, sollte schlicht von sämtlichen “Meinungsäußerungen” Abstand nehmen. (Hochdeutsch: Fresse halten!) Insofern sind mir die neuen Gerichtsurteile verständlich. Behauptungen, Geblubbere, Gelalle und Ähnliches sind leider kein “schützenswertes” Gut. Wenn Meinungsfreiheit so interpretiert wird, daß persönliche Ansichten, Stellungnahmen und Positionen in einem Gewirr von Verleumdungen, Desinformation und Lügen untergehen, dann kann man eigentlich nur ein mitleidiges Bedauern ausdrücken.

Wohin geht die Forenwelt?

Sicherlich sind die neuen Gerichtsurteile eine Hiobsbotschaft für die Forenwelt. Und nach der erzwungenen Schließung des WT4ums schreit der eine und der andere – zu Recht, dass die Meinungsfreiheit beschnitten worden ist. Wir sollten uns aber fragen, ob die Foren nicht am Ende eher der Desinformation, denn der Information galten. Ich persönlich habe mich bei dem eigenen Forum, dem Wing Chun Online Forum (weg nach Hack!) immer wieder gefragt, was das denn eigentlich soll. Auch für mich war es fragwürdig, ob ich ein Kommentar wie: “Wendelin, Du bist doof und hast vom Wing Chun keine Ahnung!” löschen soll oder zu Gunsten der Meinungsfreiheit lieber stehenlassen soll.

“Wendelin, Du bist doof!”, soll ich für diesen Satz Hostinggebühren zahlen, damit ich die Meinungsfreiheit schütze und fördere? Oder förderte ich am Ende nur die Kleinkariertheit und die Desinformation? Ich habe schon erschreckend dämliche Diskussionen über die Meinungsfreiheit führen müssen. Meinungsfreiheit scheint das Recht zu sein anonym seinen Dung über Leute auszuschütten, die bereit sind für ihr Handeln gerade zu stehen? Wenn man aber nichts mehr in die Foren schreibt? Überläßt man dann nicht eben diesen Idioten den freien Raum? Wie kann man sich dann noch wirklich informieren? Über unsere Werbehomepages? Soll denn kein Disput mehr sein? Aber ein Disput zwischen Nichtgleichgesinnten, ist der denn noch möglich? Man müßte das “Heise-Urteil” auch mal unter einem anderen Aspekt sehen. Einfach unter dem Aspekt, daß Idioten eine Atmosphäre der totalen Desinformation geschaffen haben. Beleidigungen und Verleumdnungen werden schlichtweg mit Kritik verwechselt. “Ich habe gehört, daß X gesagt hat” wird bedenkenlos ins Internet gestreut.

Die Zeiten des Usenets und der frühen Internetforen im WWW sind vorbei. Zum einen verkommene Werbeplattformen zum anderen öffentliche Anlaufstellen seinen Widersacher zu schmähen und zu beleidigen. Sicherlich waren diese Würstchen nur die geistigen Idioten, daß andere Halunken schlichterdings ihr Urteil vollstrecken konnten. Diese hirnschelligen Mausköpfe bereiten weitaus größeren und biestigeren Ratten der Szene den Boden ihres Unwesens. Machen wir uns klar. Kommunikation sollte liberal und frei sein. Aber auch nicht angreifbar durch Idiotie und Kleingeisterei. Meinungsfreiheit braucht keine Kontrolle, sondern funktionierende Plattformen.

Wissen aus dem Internet

Welch profunde Kenntnis doch Mitmenschen haben. Da schreibt einer, er hätte auf den Seiten von auch zu”Herrn XY” folgendes gelesen und so weiter und sofort und so´n blablabla…. Gut. Also ehrlich! Ich muss leider auch manchmal zur Meinungsbildung auf das Web zurückgreifen. Es geht mir da nicht viel besser, als einigen Zeitgenossen. Warum auch. Wenn ich was über Afrika oder Honolulu, über die Mongolen oder den Japanern etwas wissen will, dann kann ich ja da nicht immer gleich vorbeischwirren, oder? Also klar Rechner an und dann mal in das Netz sehen.

Wirklich, wirklich …

Der Kuss einer schönen Frau ist mir mehr wert als die Worte eines Mannes! Hat das was mit Wing Chun zu tun? Nichts…. Aber Geschmarri hat halt nichts mit Wing Chun zu tun. Sparring hat auch nix mit Kämpfen zu tun. Wir haben draußen ein paar Penner gefragt, die wussten, dass ein Trainingsort kein Raufplatz ist. Habe innerlich paar glückliche und paar schwere Tage gehabt. Warum ist es so schwer zu kapieren: Kämpfen und Sparring sind zwei paar Stiefel! Sparring ist ein gemeinsames Training! GEMEINSAM heißt zusammen. Kooperativ. Wir lernen von einander. Wenn ich Sparring mache ermuntere ich meine Schüler. Soll flutschen, Spaß machen … soll lehrreich sein. Das geht nur mit Vertrauen…. Naja … ach ja … ein Ort, an dem trainiert wird ist kein Raufplatz! Da verkehren Menschen. Auch wenn wir Kampfsport machen. Kämpfen heißt einen anderen Menschen verletzen. Ihm mehr Schaden zufügen, als er Dir zu fügen kann. Training heißt fördern!