Archive for December, 2008

Nachtrag Selbstverteidigung:

Ving Tsun Meister Wong Shun Leung schrieb über “Selbstverteidigung“:

„Self-defense is only an illusion, a dark cloak beneath which lurks a razor-sharp dagger waiting to be plunged into the first unwary victim.

Whoever declares that any weapon manufactured today, whether it be a nuclear missile or a .38 special, is created for self-defense should look a little more closely at his own image in the mirror. Either he is a liar o is deceiving himself.

Wing Chun Kung Fu is a very sophisticated weapon – nothing else. It is a science of combat, the intent of which is the total incapacitation of an opponent. It is straightforward, efficient and deadly. If you´re looking to learn self-defense, don´t study Wing Chun. It would be better for you to master the art of invisibility.“

Wong Shun Leung

Auch hier den Weihnachtsgruss vom Kampfwerk

Betty Page

Allen Freunden und Feinden des Ving Tsuns, dem Kampfwerk und insbesondere von mir, wünsche ich ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest!

Solaire – Pittari Shitai Xmas
Found at bee mp3 search engine

P.S.: Dieses Bild läßt sich auch als Postkarte versenden. Einfach anklicken, ausfüllen und abschicken.

Selbstverteidigung, Kampfkunst und andere Begriffe …

In diesem Artikel geht es um ewig durcheinander gebrachte Begriffe. Langsam wird mir das zu bunt und ich möchte mal die Dinge klar stellen. Merkwürdigerweise liegen auch viele Kampfsport- , -kunstlehrer da vollkommen daneben. Zitiere ich mal aus einem mir zugesandten E-Mail:

[...]Ich erkläre das so, dass inxbums, gleich welcher Herkunft halt das ist, was es ist: Kung Fu! Und das hat nichts mit moderner SV zu tun, auch im alten china (wahrscheinlich) nicht. Ich vermute, dass sich auch schon in China viele Dinge verselbstständigten und gleichzeitig verfestigten. Ich denke, der alte Vergleichskampf zwischen zwei “Gentlemen” war verbreiteter, als der Überlebenskampf in der Wildnis.[...]

Da wäre erstmal der Begriff “Kung Fu”. Ich verwende ihn eher ungern, weil sich jeder so ein Affengehüpfe aus den Bruce Lee Filmen vorstellt. Das ist aber nicht das was wir hier in meiner “Ving Tsun Schule” treiben. Dann der Begriff “moderne SV”. “SV” bedeutet bei uns Kampfsportlern nicht Schlussverkauf, sondern Selbstverteidigung. Und jetzt kommt etwas, was Sie sich ganz groß hinter ihre Ohren schreiben sollten:

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Nachtrag zum Verhältnis der Manipulation

Immer wieder lese ich, dass der oder die “manipulieren”. Heut zu Tage ist man mit dem Manipulationsvorwurf immer sehr schnell bei der Hand und immer sind es die anderen. Innerhalb einer Kommunikation manipulieren wir uns immer gegenseitig. Bewusst oder unbewusst. Ob sich moralisch oder ethisch bei einer unbewussten Manipulation was ändert, lassen wir andere diskutieren. An der reinen Tatsache rührt das aber nicht. Schon ein kleines Baby “manipuliert” seine Mutter. Die Natur hat diese Manipulation schon durch das “Kindchenschema” vorgegeben.

In jedem Kommunikationsspiel gibt es einen Sender und einen Empfänger. Aber ich will hier nicht mit nackter Theorie herumglänzen. Es ist so, dass der Empfänger auch “eingestellt” sein muss auf den Sender. Nun, kann man sich eigentlich auch gleich einen Hirntod attestieren, wenn man nach über 15 Jahren bemerkt “manipuliert” worden zu sein. Man kann sich dann attestieren “vollkommen merkbefreit” zu sein.

Ein Betrug klappt nur, wenn der Empfänger auf den Sender eingestellt ist. Beide müssen die selbe Frequenz haben. Man verspricht zum Beispiel etwas, was der andere haben will. Sicher ist das bei einem 14 Jährigen leichter, wie bei einem gestandenen Mann. Wobei ich mir bei Kampfsportlern nicht ganz sicher bin.

Was erwartet man denn von Leuten, die mit dem Hero des Splatter- und Trashkinos Bruce Lee werben? Was erwartet man denn, wenn man gewisse Homepages liest, einen Lehrer hat, der sich den Namen Gottes anmasst? Was erwartet man denn von Menschen, die einem die Unbesiegbarkeit versprechen?

Es ist alles wie beim Finanzschwindel. Man erwartet ohne Arbeit eine große Summe an Geld zu verdienen. Man bescheinigt sich selber “Cleverness”, “Ausgeklügeltheit” und “Gerissenheit” als Einblick in einem komplexen System wie die Börse. (Dort hat der am meisten Einfluss, der den meisten Cash hat. Mit Intelligenz hat das nichts zu tun.) Man plant und misst und denkt: “Wow jetzt kommt mein großer Coup!” Aber der reale Finanzkrach offenbart uns die Misere, der cleveren Verlierer. Das ist im Kampfsport nichts anderes, wie beim Roulettespiel oder der Ehe. Wer hier auf sein Glück hofft, der vergisst, dass das Leben eigentlich eine Serie des Scheiterns ist und Glück ist es eben mit diesem Phänomen klar zu kommen.

Naja, aber manchmal sind uns die Dinge klar und wir machen es trotzdem. Oder sie müssten klar sein. Oder uns klar gewesen sein. Denn so klar, wie es uns nach unserem Fall erscheint ist es anderen vorher gewesen. Aber wie schön ist es jetzt einen Bösewicht zu haben.

Stunde später:
Nachtrag:

“Ich habe mich aus beruflichen Gründen mit vielen Selbstverteidigungssystemen beschäftigt. Die meisten versprechen, dass man mit diesen innerhalb kürzester Zeit in die Lage sei, sich im Ernstfall effektiv zu verteidigen. In der Praxis wird man von solchen Systemen dann leider meist enttäuscht, doch das Tschaka-Waka hält im Gegensatz zu denen wirklich das, was es auch verspricht! Tschaka-Waka ist durch Praxisorientierung, ausgeklügelten Anwendungen und Trainingsmethoden, sowie durch die sinnvoll aufgebaute Struktur eines der wenigen, wenn nicht sogar das einzige System, das einem wirklich ermöglicht, sich schnell und effektiv – auch gegen körperlich überlegenere Angreifer – zur Wehr zu setzen.

Der übliche Dummfug eben. “Wenn gar das einzige“, “ausgeklügelten Anwendungen“, “innerhalb kürzester Zeit” da haben wir wieder die Literatur der Superlative. Wir sollten uns klarmachen, dass Kämpfen können eine Sache ist, die viele Faktoren beinhaltet, dass es sich vor allem um körperliche Fähigkeiten handelt, die man sich aneignen muss.

Witzigerweise werden solche Sachen geschrieben oder unterstützt wird von Leuten, denen aufgefallen ist, dass sie betrogen wurden. “Die beruflichen Gründe” des Herren ist sein Dienst bei der Polizei in Nürnberg. Er sollte aus “beruflichen Gründen” lieber bedenken, dass es verboten ist mit Dingen zu werben, die nicht stimmen, schlichtweg erlogen und erstunken sind.

Aus beruflichen Gründen kann ich nämlich sagen:

“Es gibt keinerlei Kampfsystem – und das sage ich jetzt nach 30 Jahren intensivem Trainings und als Kampfsportlehrer – mit denen man innerhalb kürzester Zeit sich gegen gefährliche Angreifer verteidigen kann. Es ist da vollkommen gleich, ob ich Totenköpfe, Fäuste in meinem Logo haben. Es ist irrelevant ob ich mit neuen Wortschöpfungen wie ReakTsun, EliteProgramm etc. durch das Internet donnere. Ob ich haarsträubende Geschichtsverfälschung betreibe, weil ich meinen Nonsense auf grund mangelnder Recherche und Sachkenntnis ins Internet stelle oder sonst wie publiziere. Wer derartiges Zeug und Unfug verbreitet ist zu tief unseriös. Und eben nicht mehr. Ganz gleich ob er sich als Ablasshändler, Friseur, Marktschreier oder bundesdeutscher Polizist die Zeit vertreibt. Er soll sich gehörig an die Nase fassen und alle sämtlichen Halbdackel, die dafür Mammon zahlen und oder gezahlt haben, sollen endlich aufhören sich hinterher zu beschweren!”